FDP Bargteheide

Klimaschutz

Quartierssanierung/Klimaschutz und Ressourcenverbrauch

Im Jahr 1972 veröffentlichte der Club of Rome seinen Bericht über ‘‘Die Grenzen des Wachstums‘‘ und lag im Prinzip richtig, wenn er auch seiner Zeit voraus war!

Vor einigen Jahren stellte der damalige Umweltminister Sigmar Gabriel fest, dass die Regenerationsfähigkeit des Planten Erde bereits um 2o bis 25% überschritten sei. Bei dieser Feststellung ist es geblieben. Die Menschheit wächst und damit steigt natürlich auch der Ressourcenverbrauch. Parallel dazu schreiten Industrie-Technologien in vielen Bereichen kontinuierlich voran, machen Fortschritte und helfen, den Ressourcenverbrauch weiter zu optimieren und damit auch den Ausstoß klimaschädigender Gase zu minimieren. Leider werden derartige Verbesserungen durch ungebremstes, ja gesteigertes Verbrauchsverhalten der Konsumgesellschaft unter dem Strich wieder konterkariert. Es besteht also durchaus Handlungsbedarf. Was ist zu tun?

Giuseppe Tomasi di Lampedusa (Ital. Schriftsteller) gibt uns einen Hinweis: ‘‘Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, dann ist es nötig, das alles sich verändert‘‘

Fangen wir also mit kleinen Verhaltensänderungen bei uns an, diese können in der Summe durchaus etwas bewirken. Änderungen unseres Konsumverhaltens, begleitet durch technologische Effizienzsteigerung, ohne dabei allzu gravierende Einschränkungen unseres Lebensstandards hinzunehmen und ohne unseren materiellen Lebensstandard den Schwellenländern vorzuenthalten, wären anzustreben und wegweisend.
Ein begrüßenswertes hiesiges Beispiel für diesen Ansatz ist der einstimmige Beschluss des Umweltausschusses zugunsten des Baus eines erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerkes zur energetischen Versorgung des Schulcampus um das KGB herum und ggf. darüber hinaus. Zusammen mit der vorhandenen PV-Anlage kann bis zur Hälfte des benötigten Stromes lokal produziert werden, die Heizungsspitzen werden durch Gasthermen abgedeckt. Im Vgl. zur Ist-Situation können Kosten bis k€ 130 p.a. reduziert und CO2 Immissionen gesenkt werden.

Die FDP begrüßt diese Art des Vorgehens, die Stadt und ihre Liegenschaften mit Vorbildfunktion! Dabei gleichermaßen wirtschaftlich vernünftig handelnd als auch die Umwelt entlastend. Hier werden Marktmechanismen als wichtige Hebel eingesetzt. Vorausgesetzt, die staatlichen Rahmenbedingungen sind richtig kalibriert und führen nicht zu Fehlsteuerungen. Wie dagegen im Falle der zielungenauen, goldgräberartigen Subventionierung der On-shore Windenergie zur Einkommensmaximierung weniger unter Inkaufnahme von Kollateralschäden für viele, nämlich der Zerstörung von Natur und Landschaft und einer stetigen Kostensteigerung für Stromverbraucher. Und das, ohne die Gesamt-Bilanz der klimaschädigenden Gase wirksam zu entlasten.

Durch eine energetische Sanierung bzw. Optimierung der städt. Liegenschaften, einhergehend mit Kampagnen zur Stärkung des Bewusstseins für Ressourcenschonung bei uns allen – auch diese Aufgabe sehen wir in der Verantwortung des Umweltausschusses - glauben wir Bargteheide auf einem richtigen, zukunftsweisenden Pfad der Nachhaltigkeit.
Als kritisch empfinden wir dagegen z.B. die beabsichtigte Voranalyse zur sog. Quartierssanierung. Im Gegensatz zu Wohnungsbaugesellschaften oder Wohnungseigentümer Gemeinschaften haben wir es in den ausgeguckten Stadtteilen mit individuellen Eigentümern zu tun. Freie Bürger entscheiden frei und selbstständig über ihr Verbrauchsverhalten, dazu gehört auch die freie Wahl der Energieversorgung. Es gibt einen funktionieren Wettbewerb der Energieträger auf dem Markt. Gerade im Augenblick wieder deutlich an Tankstelle oder bei dem Gaslieferanten zu erleben und auf dem Markt für Holzpellets.
Wenn eine konzertierte Vorgehensweise zur gemeinschaftlichen Sanierung und Energieversorgung in der Nachbarschaft erfolgen soll, dann nur in solchen Fällen, in denen Eigentümer durch belastbare Daten und Informationen mitgenommen werden, sie über Sinn, Zweck und Ziel sowie wirtschaftliche Vorteile sowie Risiken im Vorfeld voll aufgeklärt werden und dem einzelnen durch Nichtmitmachen keinerlei Nachteile entstehen. Nicht jeder wird am Ende glücklich, mit Polystyrol beklebten Fassaden, mehrfachverglasten, luftundurchlässigen Fenstern, Zwangsraumbelüftung durch ‘‘google-nest‘‘ kontrollierte Räumen.

Gorch-Hannes la Baume,
Vorsitzender der FDP Fraktion in der Bargteheider Stadtvertretung.


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